Salutogenese

Dem Modellprojekt liegt der salutogenetische Ansatz von Aaron Antonovsky zu Grunde. Entscheidend ist unsere Arbeit von dem Gedanken der Prävention und der Fokussierung auf gesundheitsfördernde Aspekte geprägt. Die Ursachenforschung selbst tritt in den Hintergrund. Es geht insbesondere darum das Hauptaugenmerk auf die Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit, der Resilienz zu richten, anstatt auf die Aufdeckung und Behandlung von Defiziten.

Es wird auf die Aufgabe fokussiert, durch gezielte Maßnahmen die Ressourcen der Jugendlichen zu nutzen und zu erweitern und darüber hinaus Bewältigungsstrategien für Probleme zu vermitteln.

Weiterhin wird durch Partizipation und Integration in die Prozessentwicklungen und Entscheidungsprozesse ihre Eigeninitiative gefördert. Es ist das Ziel, durch diese Maßnahmen den empfundenen Selbstwert zu festigen und die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Kritikfähigkeit zu stärken, um dem Einfluss radikalisierender Kräfte zu widerstehen.

Für nicht wenige junge Frauen und junge Männer fehlt vor dem Hintergrund unzureichender Bildung eine gute berufliche Perspektive auf dem Arbeitsmarkt. Arbeiten und stabile Identität sind aber nach wie vor eng miteinander verknüpft. Sich wertlos zu fühlen und nicht gebraucht zu werden, kann in einer auf Arbeit fixierten Gesellschaft wie der unsrigen eine große Kränkung sein. Es braucht also, vor allem in der Jugendarbeit, Ansätze des verstehenden Zugangs zu diesen oftmals nicht artikulierten Kränkungen von jungen Menschen. Und es braucht, wenn es schon keine Arbeit gibt, Perspektiven der Selbstverwirklichung und Einbindung in gemeinschaftsstiftende Umgebungen.